Unsere Schule
Die Realschule Hittfeld lag in der Gemeinde Seevetal im Landkreis Harburg, direkt vor den Toren Hamburgs. Seit 1974 bildete sie zusammen mit dem Gymnasium Hittfeld ein gemeinsames Schulzentrum. 2013 wurde beschlossen, die Realschule auslaufen zu lassen: Jahr für Jahr kam keine neue Klassenstufe mehr hinzu, während die IGS Seevetal um je eine Stufe wuchs. Mit dem Abschlussjahrgang 2018 ging die Geschichte der RSH zu Ende.
Historie
Die wichtigsten Stationen, nacherzählt nach der Chronik der alten Schul-Homepage:
- 1973/74Hamburg nimmt keine Schüler aus Niedersachsen mehr an seinen weiterführenden Schulen auf. Der Landkreis Harburg baut deshalb mehrere Schulzentren, eines davon auf dem Peperdieksberg in Hittfeld. Das Gymnasium startet zuerst.
- 15.08.1974Die Realschule nimmt den Betrieb auf: 154 Schüler in 5 Klassen und 8 Lehrkräfte, zunächst untergebracht in Räumen des Gymnasiums.
- 1975Der Schulelternrat gründet den Schulverein, das Hallenbad wird eröffnet und alle bekommen Schwimmunterricht. Im Schuljahr 1975/76 sind es schon rund 370 Schüler.
- 1977/78Baubeginn für den eigenen Realschultrakt; zum Schuljahr 1978/79 ziehen die ersten Klassen und Fachräume um.
- 1981–2001Zwanzig Jahre Austausch mit einem Collège in Miramont im Südwesten Frankreichs. Mehr als 700 Schüler lernten so Frankreich kennen.
- 1983Die eigene Turnhalle wird mit einer Aerobic-Show eingeweiht. Ab jetzt gibt es regelmäßig Mofakurse mit TÜV-Prüfung.
- 1984Zehn Jahre RSH – gefeiert mit einem großen Schulfest.
- 1997Die ganze Schule fährt mit Bussen nach Hannover zu einem Jugend-Länderspiel – mit einem Realschüler im Tor.
- 07.05.199925 Jahre RSH mit Empfang, buntem Programm, Infoständen und der Einweihung des Beachvolleyballfelds. Auch die Ehemaligen sind eingeladen.
- 2001–2004Die marode Außensportanlage wird gesperrt und anschließend für rund eine halbe Million Euro saniert; danach ist das Hallenbad mit der Generalüberholung dran.
- 2002Auszeichnung als „Modellschule Kooperation Schule–Wirtschaft“ und erster Berufskundlicher Tag mit Firmen, Eltern und Ehemaligen.
- 2003Rund 100 Schüler, Eltern und Lehrer renovieren an einem Wochenende die Schule – das alte Grau verschwindet. Im selben Jahr startet das Mali-Projekt.
- 2004–2010Die RSH betreibt eine Außenstelle in Jesteburg für die Klassen 5 bis 7. 2010 wird sie geschlossen, die jüngeren Jahrgänge kommen direkt nach Hittfeld.
- 2007Erster Sponsorenlauf „Wir laufen nach Mali“: rund 3.570 km gelaufen, gewandert und geradelt, 3.500 € für das Mali-Projekt.
- 2008–2011Gesundheitstage, ein Tanzprojekt der 8. Klassen, ein Zirkusprojekt im schneereichen Winter 2010 und Projekttage zu außerschulischen Lernorten.
- 2012Große zweitägige Berufsmesse gemeinsam mit dem Gymnasium, mit rund 100 Ausstellern.
- 2013Afrikatag mit Tanz, Trommeln und Vorträgen, Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit – und der Beschluss, dass die Realschule ausläuft.
- 2018Der letzte Jahrgang verlässt die Schule.
Leitbild
Kurz zusammengefasst, worauf es an der RSH ankommen sollte:
Respekt, Höflichkeit und Toleranz im Umgang miteinander – und klare Kante gegen Mobbing.
Alle tragen Verantwortung dafür, dass Vereinbarungen eingehalten werden.
Eine Lernumgebung, in der sich alle wohlfühlen, und Zusammenarbeit von Lehrkräften, Schülern, Eltern und Partnern außerhalb der Schule.
Stärken fördern, Selbstständigkeit fordern, Erfolge feiern – und lernen, mit Misserfolgen umzugehen.
Ein guter Realschulabschluss als Ziel, die Entwicklung der Persönlichkeit als eigentlicher Kern.
Schulvorstand
Wie an jeder niedersächsischen Schule gab es einen Schulvorstand nach § 38a ff. Niedersächsisches Schulgesetz. Darin saßen Vertreter der Lehrkräfte, der Eltern und der Schüler zusammen mit der Schulleitung. Der Schulvorstand tagte in der Regel vier- bis sechsmal im Schuljahr, nicht öffentlich, und entschied über Dinge wie die Verwendung des Schulbudgets oder – siehe Startseite – über die Fortsetzung des Sozialen Tages.
Schülervertretung
Jede Klasse wählte zu Beginn des Schuljahres ihre Klassensprecher, die zusammen den Schülerrat bildeten. Der Schülerrat wählte die Schülersprecher und entsandte Vertreter in Konferenzen und den Schulvorstand. Wer in der SV war, kennt das: Sitzungen in der großen Pause, Ideen für Aktionen und Feste, und immer wieder die Frage, wer den Kuchenverkauf organisiert.
Veranstaltungen & Turniere
Ein paar Erinnerungen aus den letzten Jahren, wie sie auf der alten Homepage standen:
2013
Englisches Theater mit dem Flying Fish Theatre
Berufs- und Studienmesse „Lust auf Zukunft“ zusammen mit dem Gymnasium
Paddeltour und Klassenfahrt nach München einer 10. Klasse
Afrikatag, Projekttage, Crêpes backen im Französischkurs
Tannenbaumwettbewerb und Weihnachtsfeier
2014
Kochen in Klasse 10 („Französisch in 3 Gängen“)
Betriebspraktikum und Mottowoche
Sozialer Tag für das Mali-Projekt
WM-Fußballturnier
Klassenräume gestalten und Schule verschönern
2015
Der WPK Französisch der 9. Klasse nimmt mit eigenen Rezepten am Wettbewerb „Chefs de Cuisine“ eines Schulbuchverlags teil.
Eine 10. Klasse schreibt Kurzgeschichten – von Krimi bis Wiedersehen.
Skulpturen von Schülern
Verabschiedungen
Jedes Jahr im Sommer war es so weit: Abschlussfeier der 10. Klassen mit Musik, Reden und Auszeichnungen – etwa für Schulsanitäter, Streitschlichter und die Mali-AG – und natürlich der Zeugnisausgabe durch die Klassenlehrer. Abends folgte der Abschlussball, zu dem Eltern und Freunde mitkamen. Das Eintrittsgeld der Bälle ging übrigens mehrfach an das Mali-Projekt.
Auch viele Lehrkräfte wurden über die Jahre in den Ruhestand verabschiedet, manche nach mehr als drei Jahrzehnten an der RSH. Namen nennen wir hier bewusst nicht – wer dabei war, weiß sie noch.